Eine Route mit Gehzeiten
Rundgang durch den Englischen Garten
Der Englische Garten ist 375 Hektar gross und hat 78 Kilometer Wege. Wer alles Wichtige im Südteil sehen will, braucht keine Karte, sondern eine Reihenfolge. Hier ist sie, ab dem Chinesischen Turm.
Englischer Garten
Der Rundgang beginnt und endet am Biergarten am Chinesischen Turm, weil das der einzige Punkt im Park ist, an dem man am Ende sitzen bleiben kann. Gesamtdauer ohne Pausen: gut zwei Stunden. Mit Pausen ein halber Tag.
Die Route
- 1. Chinesischer Turm, Start
- Die Pagode von 1790, der Biergarten mit 7.000 Plätzen, im Sommer Blasmusik aus dem ersten Stock. Anfahrt über Bus 54 oder 154, Haltestelle Chinesischer Turm.
- 2. Historisches Karussell, 2 Minuten
- Direkt neben dem Turm, in Betrieb seit 1913.
- 3. Monopteros, 10 Minuten nach Süden
- Der Rundtempel von Klenze auf dem künstlichen Hügel. Bester Blick auf die Altstadtsilhouette.
- 4. Schönfeldwiese, unterwegs
- Die grosse Liegewiese südlich des Monopteros, bekannt für das Sonnenbaden ohne Kleidung. Eine Münchner Selbstverständlichkeit, die Besucher regelmässig überrascht.
- 5. Eisbachwelle, weitere 10 Minuten
- Am Südrand beim Haus der Kunst. Flusssurfen das ganze Jahr, auch im Winter. Zuschauen von der Brücke.
- 6. Japanisches Teehaus, 5 Minuten
- Das Teehaus von 1972 auf der Insel im Schwabinger Bach.
- 7. Zurück nach Norden zum Kleinhesseloher See, 30 bis 35 Minuten
- Der See von 1803 mit drei Inseln, dem Seehaus und Bootsverleih.
- 8. Zurück zum Turm, 10 bis 15 Minuten
- Nach Süden über den Ringkanal.
Die kurze Variante
Wer nur eine Stunde hat: Turm, Monopteros, zurück. Das sind die beiden Bauwerke, die den Park erklären, und der Weg dazwischen ist der schönste Abschnitt des Südteils.
Die stille Variante
Nördlich des Kleinhesseloher Sees, jenseits des Isarrings, beginnt der Nordteil mit 245 der 375 Hektar. Dort wird der Park weit und leer, mit Wiesen, Bachläufen und dem Aumeister als Ziel. Wer den Englischen Garten ohne Menschenmengen erleben will, geht dorthin.
Praktisches
- Eintritt
- frei, ganzjährig
- Anfahrt
- Bus 54 oder 154 bis Chinesischer Turm, U3 oder U6 bis Giselastrasse, Tram 18 bis Tivolistrasse. Details auf der Anfahrtsseite.
- Rad
- auf den ausgeschilderten Wegen erlaubt und die schnellste Art, den Park zu queren
- Beste Zeit
- Werktagvormittage und der Herbst. Sonntagnachmittage im Sommer sind voll.
- Winter
- lohnt sich. Der Weihnachtsmarkt am Turm im Advent, dazu leere Wege und klare Sicht vom Monopteros.
Warum in dieser Reihenfolge
Der Rundgang folgt der Logik des Landschaftsgartens: Er führt von Szene zu Szene, statt Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Turm und Monopteros, das exotische und das antikische Bauwerk, bilden das Gegensatzpaar, um das der Südteil komponiert ist. Alles andere schliesst daran an.
Häufige Fragen
Was muss man im Englischen Garten gesehen haben?
Den Chinesischen Turm mit seinem Biergarten, den Monopteros, die Eisbachwelle, das Japanische Teehaus und den Kleinhesseloher See.
Wie lange braucht man für den Englischen Garten?
Für den Rundgang durch den Südteil mit allen Hauptpunkten gut zwei Stunden reine Gehzeit. Wer nur Turm und Monopteros sehen will, braucht eine Stunde.
Kostet der Englische Garten Eintritt?
Nein. Der Park ist ganzjährig frei zugänglich.
Wie kommt man zum Chinesischen Turm?
Mit Bus 54 oder 154 bis zur Haltestelle Chinesischer Turm, mit U3 oder U6 bis Giselastrasse und 15 Minuten zu Fuss, oder mit Tram 18 bis Tivolistrasse.
Wo ist der ruhige Teil des Englischen Gartens?
Im Nordteil jenseits des Isarrings, nördlich des Kleinhesseloher Sees. Dort liegen 245 der 375 Hektar.